Unsere Namenspatronin - Sophie Scholl

Mit Wirkung vom 24.04.2007 hat der damalige Kultusminister von Niedersachsen, Bernd Busemann, offiziell erlassen, dass „in Würdigung und Anerkennung der Arbeit der Tagesbildungsstätten“ alle staatlich anerkannten Tagesbildungsstätten einen Namen führen können, der die Bezeichnung „Schule“ enthält. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: www.mk.niedersachsen.de.

Bereits 2006 hat der damalige Verwaltungsrat des Caritas-Vereins Altenoythe e.V. anlässlich des Bezugs der Außenstelle im Schulzentrum Lastrup entschieden, dass die Tagesbildungsstätte den Namen „Sophie-Scholl-Schule“ tragen soll.

Vorausgegangen war ein Namensfindungsprozess, in dem Eltern, MitarbeiterInnen, KooperationspartnerInnen und Freunde des Hauses Vorschläge einreichen konnten. Schnell kristallisierten sich einige Favoriten heraus. Am Ende mehrerer Diskussionen gab es eine Abstimmung, deren Ergebnis dem Verwaltungsrat vorgelegt wurde.

Sophie Scholl war eine deutsche Widerstandskämpferin in der Zeit des Nationalsozialismus.
Sie wurde am 9.Mai 1921 in Forchtenberg geboren. 1940 begann sie eine Ausbildung zur Kindergärtnerin. Durch ihre Arbeit im Kriegs- uns Arbeitshilfsdienst entwickelte Sophie Scholl eine tiefe Abneigung gegen Propaganda und Parolen des Naziregimes.

1942 schrieb sie sich in der Münchner Universität für Biologie und Philosophie ein. Ihr drei Jahre älterer Bruder Hans machte sie mit anderen regimekritischen Kommilitonen bekannt. Sophie Scholl war zum illegalen Widerstandskampf entschlossen und beteiligte sich an Aktionen der Gruppe „Die weiße Rose“.


Das Symbol der weißen Rose steht hier passend für Toleranz und Humanität.


Am 18. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl verhaftet und vier Tage später hingerichtet.

Sophie Scholl war eine mutige junge Frau, die sich trotz schwierigster Bedingungen nicht hat von ihren Überzeugungen abbringen lassen. Diese Haltung wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern vorbildhaft vermitteln. Sie müssen in der Gesellschaft gegen so manche Vorurteile, Abwertungen und Ausgrenzungen ihren Platz behaupten lernen.

Dieser Leitgedanke soll ebenso Eltern ermutigen, sich für die Belange ihrer Kinder immer wieder einzusetzen, wo es notwendig ist. Damit Inklusion gelingen kann und eine individuelle Teilhabe gewährleistet ist, muss auf allen gesellschaftlichen Ebenen für den Individualisierungsgrundsatz, das Bedarfsdeckungsprinzip und das Wunschrecht eingetreten werden. Noch ist viel zu tun. Die Sophie-Scholl-Schule sieht sich im Rahmen des Bildungsauftrags diesem Weg ebenfalls verpflichtet.

„Wir müssen endlich anfangen etwas zu tun.“ - Sophie Scholl, 1942

Dass Sophie Scholl am Ende ihr Engagement mit dem Leben bezahlen musste, ist Ausdruck der Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus, unter dem auch Menschen mit Behinderung eine Lebensberechtigung aberkannt worden ist.

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Sophie-Scholl-Schule Altenoythe
Staatlich anerkannte Tagesbildungsstätte
Vitusstraße 6
26169 Altenoythe
Tel.: 0 44 91 / 92 52 0
Fax: 0 44 91 / 92 52 25

Sophie-Scholl-Schule Lastrup
Staatlich anerkannte Tagesbildungsstätte
St. Elisabethstraße 5b
49688 Lastrup
Tel.: 0 44 72 / 93 27 47
Fax: 0 44 72 / 93 27 48

E-Mail: info-ssch@caritas-altenoythe.de